Auslaufmodell

Auslaufmodell

14. April 2013
Tobias
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Du hörst den An(ge)dacht Podcast mit der Episode: Auslaufmodell.

Wo suchst du nach Erfüllung, nach Leben? In einem Auslaufmodell welches dir diese Welt anbietet oder bei Gott? In diesem Podcast möchte ich mit Dir darüber nachdenken, wo und wie wir Erfüllung finden können. Und wo wir manchmal, fälschlicher Weise danach suchen. In der Bibel, im Alten Testament zeichnet Jeremia ein überaus interessantes Bild. In Jeremia 2,13 lesen wir:

„Denn zweifach Böses hat mein Volk begangen: Mich, die Quelle lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen auszuhauen, rissige Zisternen, die das Wasser nicht halten.“

Eine Zisterne ist ein künstliches Reservoir, das in die Erde gegraben oder in den Felsen gehauen wird, um Wasser zu sammeln und aufzubewahren. Zisternen waren in Israel sehr wichtig. Es gibt relativ wenig natürliche Quellen in Israel, und dazu kommen manchmal sehr lange Trockenzeiten, die Wasser zu einer Kostbarkeit machten. Man brauchte also Zisternen. Eine kaputte, löchrige Zisterne aber war praktisch wertlos. Rissiger Felsen oder bröckeliges Mauerwerk konnte nur eine kleine Menge schmutzigen Wassers halten, wenn überhaupt. Wasser in ein einem solchen Gefäß zu sammeln und aufzubewahren war genauso klug, wie ein Sieb als Kochtopf zu benutzen!

Der Prophet Jeremia benutzte dieses Bild, um auf ein massives Problem zwischen dem Volk Israel und ihrem Gott aufmerksam zu machen. Und dabei dachte sich Jeremia dieses Bild nicht selbst aus. Gott selbst schuf und gebrauchte diese Illustration. Es war Teil einer Botschaft, in der Gott sein Volk durch Jeremia tadelte, weil sie ihm nicht mehr vertrauten, sondern anderen Göttern nachliefen. Sie verließen sich nicht länger auf Gott, um ihre geistlichen Bedürfnisse nach Sinn, Liebe, Erfüllung und Zufriedenheit zu befriedigen. Sie suchten anderweitig nach Glück und Segen. Wo suchst Du nach diesen Dingen?

Diese Zisternen versinnbildlichen die Suche des Volkes Israel nach Glück abseits von Gott. Sie suchten ihren geistlichen Durst irgendwo anders zu stillen, nur nicht bei Gott – der von sich sagt, dass er die Quelle ist.Und das finde ich schon recht krass. Gott sagt, er ist die Quelle und das Volk will lieber dreckiges, abgestandenes Wasser aus einem kaputten Gefäß. Wer macht so etwas, das ist doch Dummheit.

Kurz vor unserer Bibelstelle sagt Gott selber durch Jeremia:

„Fahrt doch hinüber zu den Inseln der Kittäer und seht, sendet nach Kedar und gebt gut acht und seht, ob so etwas dort je geschehen ist. Hat irgendeine Nation die Götter vertauscht – und jene sind nicht einmal Götter. Aber mein Volk hat seine Herrlichkeit vertauscht gegen das, was nichts nützt“

Jetzt könnten wir sagen, oh wie dumm, das könnte uns doch nie passieren. Aber ich denke, wir müssen uns in dem Zusammenhang auch hinterfragen lassen. Ich glaube, auch uns bieten sich heute eine ganze Reihe von Möglichkeiten eigene (geistliche) Zisternen – Ersatzgötter zu bauen. Und wenn es nur der Versuch ist, unsere Glaubenserfahrungen, die wir mal gemacht haben, konservieren zu wollen. Sie in irgendeinem Gefäß aufzufangen und abzuspeichern. Dieses war eine meiner Zisterne, die ich baute …

An welcher Stelle baust du Zisternen? Wo suchst du nach Erfüllung? Zisternen sind im Doppelten Wortsinn Auslaufmodelle. Sie laufen aus, weil sie das Wasser, das lebendige Wasser, was in der Bibel immer für Leben steht, nicht halten können. Und sie werden eines Tages ganz abgeschafft, weil sie nichts Wert sind. Sie gaukeln uns etwas vor, was sie nicht halten können. Es sind halt Auslaufmodelle.

Ich möchte Dich einladen, mit mir wieder neu aus der lebendigen Quelle zu trinken. Bei Gott nach Sinn, Liebe, Erfüllung und Zufriedenheit zu suchen. Bei Gott unseren Durst nach Leben zu stillen. Und nicht bei den Auslaufmodellen, die uns diese Welt vorgaukelt.

 

 

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