Eine unverschämte Begegnung.

Eine unverschämte Begegnung.

30. Juni 2013
Tobias
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Du hörst den An(ge)dacht Podcast mit der Episode: Eine unverschämte Begegnung.

Jesus hatte damals, im Hause des Pharisäers Simon, eine unverschämte Begegnung. Wie Jesus darauf reagiert, und was das für mich und dich bedeutet, möchte ich dir in den nächsten 8 min. deutlich machen.

Die Geschichte kannst Du in Lukas 7, 36 – 48 (nach der Guten Nachricht Übersetzung) nachlesen.

  • Wie konnte diese Frau überhaupt das Haus einer der Leute betreten, von denen sie so sehr verachtet wurde?
  • Wie konnte sie Jesus nur auf diese Art berühren, wo doch mit Sicherheit jeder im Raum ihren Liebesbeweis fehlinterpretieren würde?
  • Hätte sie sich nicht so sehr schämen müssen, dass sie gar nicht wagen dürfte, einen Fuß in dieses Haus zu setzen?

Wenn wir diese Geschichte einfach so lesen, haben wir ein Verständnis-Problem. Wir kennen die Geschichte und Jesu Reaktion. Das heißt, wir lesen sie als abgeschlossene Geschichte. Das macht es für uns sehr schwer, uns direkt in die Situation hinein zuversetzen. Keiner in dem Raum wusste, wie diese Geschichte ausgeht, wie Jesus darauf reagieren würde. Um die Situation wirklich zu erfassen, die sich uns hier bietet, müssen wir in die Spannung eintauchen, die diese Geschichte enthält. Ich behaupte, wir denken genauso wie dieser Pharisäer. Die Frau hätte allen Grund sich abgrundtief zu schämen, bei dem was sie offensichtlich an Schuld auf sich geladen hat. Sie hätte sich nicht wagen sollte, einen Fuß in dieses Haus zu setzen? Es ist buchstäblich schamlos, was diese Frau tut. Und dieses schamlose, berührt uns negativ.

An der Stelle denken und empfinden wir wahrscheinlich, wie der Pharisäer. Ich glaube, dieses Empfinden und Denken ist einfach nur menschlich. Weil wir uns alle automatisch immer mit anderen vergleichen. In der Hoffnung, dabei besser abzuschneiden. Wenn wir in so eine Situation kommen würden, in der ein offensichtlicher „Sünder“ sich so gegenüber Jesus verhalten würde, und wir auf der anderen Seite, uns seit Jahren bemühen ein „ordentliches, christliches“ Leben zu führen , dann liegt die Wahrscheinlichkeit sehr nahe, das wir reagieren würden, wie der Pharisäer.

Lass dir diesen Gedanken mal auf der Zunge zergehen. Ich denke, an der Stelle lohnt es sich, sich selbst mal kritisch zu hinterfragen. …

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